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Poesie der Landschaft - Klimt und Teschner

Ausstellungseröffnung zur Ausstellung "Poesie der Landschaft Klimt und Teschner", am 22.Mai 2026, um 17:00 Uhr, im Klimtzentrum in Schörfling am Attersee (Hauptstrasse 30).


Der Attersee und Gustav Klimt – eine Verbindung, die seit über einem Jahrhundert nichts von
ihrer Faszination verloren hat. Ab 22. Mai 2026 lädt das Klimt Zentrum am Attersee zur
neuen Ausstellung "Poesie der Landschaft – Klimt und Teschner" und feiert dabei die
Rückkehr eines außergewöhnlichen Originals: Gustav Klimts Zeichnung „Gertrude
Flöge" (1912) ist nach vielen Jahren erstmals wieder am Attersee zu sehen – ein seltenes
Ereignis für Kunstliebhaber und ein starkes Zeichen für die bleibende Bedeutung dieses
Ortes im Leben und Werk des Wiener Ausnahmekünstlers.
Die Ausstellung widmet sich dem Attersee als gemeinsamem Inspirationsort zweier
bedeutender Künstlerpersönlichkeiten. Gustav Klimt entwickelte hier wesentliche Teile seines
Landschaftsœuvres – Werke, die durch ihre Verdichtung von Farbe, Fläche und Rhythmus bis
heute nichts von ihrer Ausstrahlungskraft verloren haben.

Richard Teschner, weniger bekannt, aber ebenso faszinierend, nutzte die nahegelegene Villa Paulick als Rückzugs- und Arbeitsraum. Seine hier entstandenen Zeichnungen, Entwürfe und Studien werden in dieser Ausstellung erstmals einem breiten Publikum zugänglich gemacht – ein echter
Entdeckungsmoment für Kenner und Neugierige gleichermaßen.
Besonders reizvoll ist die Gegenüberstellung zweier so unterschiedlicher künstlerischer
Handschriften an ein und demselben Ort: Klimts malerische Verdichtung trifft auf Teschners
symbolreiche, vielschichtige Bildwelt. Eine eigene Porträtreihe, in der beide Künstler
einander visuell begegnen, macht diesen Dialog auf besonders sinnliche Weise erfahrbar.
Die Ausstellung öffnet ihren Blick bewusst auch in die Gegenwart. Mit Heinz Kasper und
Pablo Meier-Schomburg sind zwei zeitgenössische Künstler vertreten, die das Thema
Landschaft und Erinnerung auf je eigene Weise weiterdenken. Kasper schafft Arbeiten, in
denen Licht, Farbe und Form zu atmosphärischen Räumen verschmelzen.
Pablo Meier-Schomburg, ein Künstler mit internationaler Ausstellungspraxis, entwickelt
farbintensive, experimentelle Bildwelten, die kunsthistorische Motive mit persönlichen und
kollektiven Erinnerungsräumen verknüpfen. Sein Werk „The Destroyed Kiss" (2025) steht
exemplarisch für seinen Ansatz: Ikonische Bildformeln der Kunstgeschichte – hier
unverkennbar die Referenz an Klimts „Der Kuss" – werden aufgebrochen, neu befragt und in
einem spannungsreichen Dialog zwischen Verehrung und kritischer Distanz neu erfahrbar
gemacht. Meier-Schomburgs Arbeiten bewegen sich souverän zwischen den Polen Tradition
und Experiment und machen ihn zu einer der spannendsten zeitgenössischen Stimmen in der
Auseinandersetzung mit dem Wiener Fin de Siècle.
"Poesie der Landschaft – Klimt und Teschner" ist eine Ausstellung, die Kunstgeschichte
lebendig werden lässt – durch seltene Originale, überraschende Entdeckungen und den
lebendigen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart.


Verein Klimt am Attersee | Hauptstraße 30 | 4861 Schörfling am Attersee

Die Ausstellung ist vom 22. Mai bis 25. Oktober 2026 im Klimt Zentrum am Attersee zu
sehen.
Öffnungszeiten: Mi–Fr 11–17 Uhr | Sa & So 10–17 Uhr (ab Oktober verkürzte
Öffnungszeiten)
Kurator: Gernot A. Biermeier
Kooperationspartner: Familie Messner (Villa Paulick), Theatermuseum Wien
Gefördert von Bund, Land und Europäischer Union sowie der Leaderregion Regatta.

Mag. Evelyn Obermaier – obermaier@klimtverein.at | +43 664 1425676
Gernot A. Biermeier, Kurator – kurator@klimtverein.at | +43 664 44774

 

 

Gertrude Flöge 1912 (Gustav Klimt)

Richard Teschner, Attersee 1917

Pablo Meier-Schomburg (The Destoyed Kiss, 2025)