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Die Hirtenkinder des Salzburger Adventsingens auf der Loferer Alm

 

Im November und Dezember eines jeden Jahres liegt ein Hauch von Zauber über dem Salzburger Festspielbezirk, nämlich dann, wenn man hier das Salzburger Adventsingen aufführt und sich jährlich an die 35.000 Menschen mit Freude diesem Zauber hingeben.

Heuer wird das Adventsingen zu 80sten Mal aufgeführt und selbstverständlich bereitet man sich wieder akribisch auf dieses in Salzburg kulturelle Großereignis vor.

Es sind die traditionellen Hirtentage auf der Loferer Alm, die diese umfangreichen Vorbereitungen mit der Zusammenkunft der Hirtenkinder auf der Soderkaser Alm einläuten.
Die Hirtenkinder sind mit ihrem Mitwirken, mit ihrem Gesang, szenischem Spiel und dem von allen Zuschauern erwarteten „poschen“, seit Jahren fester und begehrter Bestandteil der jährlichen Aufführungen und sind einer der Höhepunkte des Bühnengeschehens.

Auf der Alm werden nun eifrig Kostüme probiert, wird Gesang einstudiert und in diesen Tagen der Gemeinschaft werden Freundschaften – manchmal fürs Leben – geschlossen. Hans Köhl, der Gesamtleiter des Adventsingens meint dazu: „Egal mit wem man von „Hirten außer Dienst“ spricht, alle erinnern sich mit Freude und Begeisterung an ihre besondere Zeit beim Adventsingen. Eine unschätzbar wertvolle Erfahrung, für ihr ganzes Leben, mit lebenslanger Identifikation ganz nach dem Motto: ‚Einmal ein Hirtenkind, immer ein Hirtenkind !‘“

Wir durften die Kinder mit ihren Betreuerinnen und Betreuern – wie auch schon einige Jahre vorher - auf der Alm besuchen und auch diesmal empfanden wir unseren Besuch nicht als journalistische Arbeit, sondern sehr viel mehr als Besuch bei Freunden. Wir hatten das Gefühl willkommen zu sein und wurden herzlich empfangen.

Die Kinder, alle zwischen 8 und 13 Jahre alt, wirken als zusammengeschweißtes Ganzes und man staunt über das so selbstbewußte Entgegenkommen dieser jungen Menschen, wenn man sie bittet, doch ein wenig von ihrer „Profession“ zu erzählen oder wenn man drum bittet, eines der Lieder vorgespielt oder vorgesungen zu bekommen. Und die Alm zu verlassen, ohne die Buben und Mädel poschen gesehen und gehört zu haben, geht natürlich garnicht und wird gerne vorgeführt.

Die Hirtenkinder spielen auf

Die Kinder sind wirklich großartig und man hat das Gefühl, dass ihnen in diesen Tagen etwas Kostbares mitgegeben wird, etwas das gerade keineswegs Selbstverständlichkeit ist, nämlich Respekt, Kameradschaft und Selbstwert. So bestätigt sich das oben angeführte Zitat von Hans Köhl.

Heuer feiert Salzburg das 80 Jahr-Jubiläum des Salzburger Adventsingens mit der Aufführung „Das große Geheimnis“, einem szenischen Oratorium von Hans Köhl und dem Komponisten Shane Woodbourne.
Das Spiel vom Mysterium der Geburt findet - so haben wir schon gemeint zu hören - diesmal vor der Kulisse der Stadt Salzburg statt. Regie führt heuer bereits zum fünften Mal, sehr erfolgreich Gerda Gratzer. Brigitte Schiebler schafft die Kostüme und der aus keinem Adventsingen mehr wegzudenkende Schauspieler und Liebling der Kinder, Edwin Hochmuth, wird heuer einen Rabbi spielen. Soweit die ersten Informationen zu einem der Höhepunkte des kulturellen Jahresgeschehens in Salzburg.
Bereits im Oktober erfahren wir weitere Details und werden natürlich ausführlich berichten.

Liebes Team des Salzburger Adventsingens, Markus Helminger, Gudrun Köhl-Korbuly, Gerda Gratzer, Elena Seywald und nicht zuletzt, allen voran der Gesamtleiter des Adventsingens, Hans Köhl, Ihr leistet Großes, für das wir, und sicherlich die Eltern der Kinder, gerne danke sagen. Wir und unsere Leser, die diese Veranstaltung heuer nicht zum ersten Mal besuchen, freuen uns/sich wieder auf die heurige Aufführung. Jenen Besuchern, die das Adventsingen noch nie erleben durften, können wir versprechen, dass sie etwas zu sehen, zu hören und besonders auch zu „fühlen“ bekommen, dass sie positiv so schnell nicht vergessen werden. RG

v.l.n.r.: Kostümbildnerin Brigitte Schiebler, Regisseurin Gerda Gratzer, Hirtenkinder, Schauspieler Edwin Hochmuth und Gesamtleiter des Salzburger Adventsingens Hans Köhl